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Fortbildungen zum Thema Prävention von Essstörungen 2009

Im Jahr 2009 bieten wir wieder Fortbildungen zur Prävention von Essstörungen an. Die Module sind einzeln, aber auch als "Komplettpaket" buchbar.

  • Modul 1: Wie schlank muss ich sein, um schön zu sein? Prävention von Essstörungen (1 Tag)
  • Modul 2: "Was heißt hier schön?" Medienkritische Fotoprojekte zur Prävention von Essstörungen (1 Tag)
  • Modul 3: Auf gutem Fuße mit sich selbst – Tanz und Bewegung als Prävention von Essstörungen
  • Modul 4: Grenzen wahrnehmen, Grenzen setzen, grundlegende Bausteine der Präventionsarbeit (2 Tage)

Flyer zum Download: Fortbildungen_Praevention.pdf (244kb)

 

Modul 1: „Wie schlank muss ich sein um schön zu sein? … Muss ich?“

Referentin: Katrin Raabe

Datum: 13.03.2009 von 10.00 h – 16.30 h

Die Fortbildung gibt einen Überblick über die verschiedenen Ansätze und Methoden der Prävention von Essstörungen im Kontext von Schule und Jugendarbeit.  

Fortbildungsinhalte: Einleitung zum Thema Essstörungen/ Grundlagen der Prävention von Essstörungen/ Modelle und verschiedene Projektansätze/ Nachhaltigkeit und Transfer in Unterricht und Alltag. Die WorkshopteilnehmerInnen haben die Möglichkeit, Methoden auszuprobieren und eine Vielzahl von Materialien kennen zu lernen.

Auch der Umgang mit Menschen, die bereits eine Essstörung entwickelt haben („sekundäre Prävention“), wird thematisiert.

 

Modul 2: "Was heißt hier schön?“ Medienkritische Fotoprojekte zur Prävention von Essstörungen

Referentin: Katrin Raabe

Datum: 14.03.2009 von 10.00 h – 16.30 h

„Die Frauen wundern sich, dass sie nicht so aussehen wie wir. Sie wissen nicht, dass wir auch nicht so aussehen.“

Cindy Crawford, Topmodel.

Schön – schlank – makellos – die Models auf den Werbefotos. Und wir wundern uns, dass wir selbst ganz anders aussehen... Tröstlich zu wissen, dass nahezu jedes Werbefoto nachträglich bearbeitet wurde! Im medienkritischen Fotoprojekt des Heidelberger Mädchenhausvereins lernen Mädchen die Tricks und Kniffe der Werbemacher kennen – und haben die Möglichkeit selbst mit Fotos zu experimentieren. In dieser Fortbildung haben interessierte Erwachsene nun die Möglichkeit, selbst einen Blick „hinter die Kulissen“ solcher Projekte zu werfen.

Fortbildungsinhalte: Einstieg in das Thema/ Konzepte und Methodik/ „Fotoshooting“ / Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung

 

Modul 3: Auf gutem Fuße mit sich selbst – Tanz und Bewegung als Prävention von Essstörungen

Referentin: Clara Kerber

Datum: 04.04.2009, 10.00 h – 16.30 h

Tanz und Bewegung involvieren den ganzen Menschen – mit Leib, Seele und Verstand. Damit bieten sie hervorragende Möglichkeiten zur Prävention von Essstörungen – Essstörungen verstanden als seelischen Konflikt, der über den Körper ausgetragen wird. Gerade beim Übergang in die Pubertät stehen Mädchen vor vielfältigen Entwicklungsaufgaben: Der Körper verändert sich, sie werden verstärkt mit den sozialen Normen der weiblichen Geschlechtsrolle konfrontiert, Identitätsfindungsprozesse setzen ein. Mit dem Medium Tanz können wir Mädchen unterstützen, sich ganzheitlich und spielerisch mit diesen Themen auseinander zu setzen, verschiedene Rollen auszuprobieren und ein positives Körperbild zu entwickeln.

Fortbildungsinhalte: Rahmenbedingungen für den Einsatz von Tanz in verschiedenen pädagogischen Settings/ thematische Ansatzpunkte für eine körperbezogene Prävention von Essstörungen (z.B. positive Körperkultur, Autonomie und Beziehungsfähigkeit, Leistungsorientierung, Umgang mit Gefühlen)/ praktische Übungen (Tanz, Bewegung, Körperarbeit) Die Fortbildung richtet sich an alle, die Tanz als pädagogisches Medium einsetzen möchten, insbesondere in der Präventionsarbeit mit Mädchen.

 

Modul 4: Grenzen wahrnehmen, Grenzen setzen – grundlegende Bausteine der Präventionsarbeit

Referentin: Regine Schumacher

Datum: 24. und 25.04.2009 von 10.00 h – 16.30 h (zweitägige Fortbildung)

Selbstwert zu entwickeln heißt auch, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen. Sich selbst aktiv zu schützen bedeutet, ein Handlungsrepertoire zu entwickeln, das die Achtung dieser Grenzen vom Gegenüber einfordert. Ein achtsames Umgehen mit eigenen Grenzen fördert auch die Wahrnehmung und Achtung der Grenzen anderer.

Die Fortbildung besteht aus verschiedenen Methoden und Übungen, die den TeilnehmerInnen ermöglichen, sich mit dem Thema für sich selbst und in der Gruppe auseinanderzusetzen. Dabei wird am 1. Tag die Wahrnehmung der eigenen Grenzen und am 2. Tag Strategien der Abgrenzung im Mittelpunkt stehen. Abschließend werden praktikable Möglichkeiten und Wege der Umsetzung eines bewusst-achtsamen Umgangs mit Grenzen im Schul- bzw. Erziehungsalltag gemeinsam erarbeitet.

Methoden: Körperarbeit, Atem- und Entspannungstechniken, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte und alle die interessiert sind.

 

 

Organisatorisches:

Ein Fortbildungtag kostet 90,- €/ zweitägige Fortb.: 180,- €.

Werden alle vier Fortbildungen gebucht, kostet das Gesamtpaket 400,- €.

Ein Sozialtarif ist bei Bedarf und nach Absprache möglich.

 

Anmeldung:

Mädchenhaus HD e. V.

Martina Kimmig

Bergheimer Str. 144

69115 Heidelberg

 

Ab 1.März:

Untere Neckarstraße 17

69117 Heidelberg

 

Tel.: 06221/65 25 894

kimmig@ess-stoerungen.net

 

Die Referentinnen:

Regine Schumacher (*1962): ist Magistra der Erziehungswissenschaften und Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstrainerin nach dem System von Sunny Graff. Sie schöpft aus der langjährigen Erfahrung in der geschlechtssensiblen Präventionsarbeit mit Mädchen und jungen Frauen ebenso wie aus einer jahrzehntelangen kontinuierlichen Beschäftigung und Ausübung verschiedenster Techniken der Körperarbeit.

 

Katrin Raabe (*1969): Diplompädagogin; Geschäftsführerin des Mädchenhaus Heidelberg e.V., Fachbuch zur mädchenspezifischen Prävention von Essstörungen, seit 7 Jahren in der Prävention von Essstörungen tätig.

 

Clara Kerber (*1968): Magistra der Erziehungswissenschaft mit Nebenfächern Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychologie, derzeit im letzten Jahr der Ausbildung zur systemischen Tanztherapeutin, praktische Tätigkeit in Beratung und Prävention sowie offener Jugendarbeit.

 


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